Mi 28.10.2020 | Beginn 14 Uhr bis So 01.11.2020 | Ende 14 Uhr
 
 

Blockflöten | Lucia Mense

»Hier kann nicht sein ein böser Mut, wo da singen Gesellen gut.... Dem Teufel sie sein Werk zerstört und verhindert viel böser Mörd.«

Ebenso wie der Theologie maß Martin Luther auch der Musik höchste Bedeutung für das Seelenheil des Menschen zu. Ganz in seinem Sinne wird in diesem Ensemblekurs für Blockflöten-Consort Musik aus der Blütezeit der Renaissance erarbeitet. Eine besonders interessante Quelle stellen dabei die Sammlungen aus Wittenberg dar. Neben Ausflügen ins italienische und englische Repertoire der damaligen Zeit liegen vor allem Kompositionen von Ludwig Senfl, Pierre de la Rue, Josquin Desprez und Heinrich Isaac auf den Notenpulten.

Während des fünftägigen Kurses erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, in die Musik, ihre Aussage und Empfindungswelt einzutauchen. Der gemeinsame Austausch ist dabei nicht weniger wichtig als die Begeisterung für den ausgewogenen Klang eines Blockflötenensembles und die Raffinessen des homogenen, variantenreichen Spiels. Gemeinsame Proben mit den Teilnehmenden des Gambenkurses von Holger Faust-Peters in gemischter Besetzung und ein zusammen mit den Teilnehmenden weiterer Kurse erarbeitetes Tuttistück runden das Workshop-Angebot ab.

Willkommen sind alle Größen der Blockflötenfamilie. Voraussetzung zur Kursteilnahme ist das Spiel auf mindestens drei Blockflötengrößen der Typen Sopran, Alt, Tenor und Bass sowie Großbass und Subbass. Die Instrumente sollten nach Möglichkeit auch mitgebracht werden. Renaissance-Flöten sind ausdrücklich willkommen! Ein Renaissance-Consort aus Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöten steht zum Ausleihen zur Verfügung, bei Bedarf wird um Nachricht an info[at]luciamense.de gebeten.  
Kosten: 245,00 € (aktive Teilnahme)
Kosten: 40,00 € pro Tag (passive Teilnahme)

Informationen zu Ablauf und Anmeldung hier

 

Biografie Lucia Mense

Lucia Mense studierte bei Günther Höller, Walter van Hauwe und Pedro Memelsdorff in Köln, Amsterdam und Mailand. Seitdem widmet sie sich in verschiedenen Projekten dem Repertoire des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks sowie der zeitgenössischen Musik. Sie tritt weltweit als Solistin und in verschiedenen Ensembles auf. Lucia Mense ist Flötistin des Ensembles Ars Choralis Coeln, einer Schola von professionellen Sängerinnen unter der Leitung von Maria Jonas. Ihr eigenes Ensemble Beltatz widmet sich der frühen europäischen bzw. arabischen Instrumentalmusik und der Musik der Trobadors und Trouvères. Sie war unter anderem bei den Alte-Musik-Festivals in Herne, Arolsen, Köln, beim Schleswig-Holstein-Festival, beim Telemann-Festival Magdeburg, beim Jazz-Festival in Moers und beim London Contemporary Music Festival, bei der Styriarte Graz und der Trigonale Klagenfurt zu Gast.

Neben zahlreichen Radioproduktionen ist Lucia Mense an CD-Einspielungen bei den Labels Ars Musici, Mode Records, Edition Raumklang, Touch Records und Los Angeles River Records beteiligt. Ihre Interpretationen leben von der Begeisterung für die Klangideale, für die virtuosen Ansprüche und für aufführungspraktische Besonderheiten der verschiedenen Musikstile.

Ihre Erfahrungen gibt Lucia Mense als Dozentin bei Kursen zur historischen Aufführungspraxis, zu moderner Musik, Improvisation und in Ensemblekursen weiter. Als Gastdozentin war sie an Musikhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, in Frankreich, England und in den USA tätig. 

Lucia Mense