So, 22.10.2017 | 17 Uhr | Schlosskirche

Calmus Ensemble

Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz zeichnen das Calmus Ensemble Leipzig aus und qualifizieren es als eine der erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Die breite Palette an Klangfarben, ihre Musizierfreude, Klangkultur sowie die abwechslungs- und einfallsreichen Programme begeistern ein Millionenpublikum. Die fünf Leipziger haben zahlreiche internationale Preise und Wettbewerbe gewonnen. Neben jährlich 50 bis 60 Konzerten in ganz Europa ist das Quintett auch in den USA ein gern gesehener Gast.

Die Musiker sind bestrebt, immer wieder neues Repertoire zu entdecken. Musikalisch sozialisiert in der vielhundertjährigen Tradition großer deutscher Knabenchöre, sind sie in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause. Die Musik unserer Zeit ist ihnen ebenfalls ein Anliegen. Vom Calmus Ensemble wurden zahlreiche Kompositionsaufträge vergeben, etwa an Paul Moravec, Mathew Rosenblum, Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Wolfram Buchenberg, Bill Dobbins, Mia Makaroff, Dan Dediu und Harald Banter. Auch Titel aus den stilistischen Bereichen des Pop, Folk und Jazz sowie Chansons und Evergreens der 1920er Jahre werden vom Calmus Ensemble arrangiert und aufgeführt.

In allen Sparten kooperiert das Ensemble mit renommierten Partnern wie dem MDR Sinfonieorchester, dem Raschèr Saxophone Quartet, der Hamburger Ratsmusik oder der hr-Bigband sowie mit Persönlichkeiten wie der Autorin Elke Heidenreich und dem Schauspieler Bruno Ganz. In Zusammenarbeit mit der lautten compagney Berlin entstand nach dem ersten gemeinsamen Programm »BachArkaden« nun das zweite Gemeinschaftsprojekt: »Mitten im Leben« wurde anlässlich des Reformationsjubiläums entwickelt. 

Einen Teil seiner Zeit widmet das Calmus Ensemble stets der Nachwuchsförderung: Unterricht, Workshops und Jurytätigkeiten gehören zum Alltag, beispielsweise als Artists in Residence beim Stimmen-Festival Lörrach oder bei der Bachwoche in Stuttgart. 

Calmus Ensemble (c) Bertram Bölkow

lautten compagney BERLIN

Die in Berlin beheimatete lautten compagney ist eines der renommiertesten und kreativsten deutschen Barockensembles. Seit mehr als drei Jahrzehnten faszinieren die Konzerte unter der künstlerischen Leitung von Ensemblegründer Wolfgang Katschner ihre Zuhörer. Ob als Kammerensemble oder als Opernorchester: Mit ansteckender Spielfreude und innovativen Konzepten überwindet das Ensemble immer wieder Grenzen und sucht die Begegnung mit neuen Klängen und verwandten Künsten. Für seine aufregenden musikalischen Brückenschläge wurde das Ensemble mehrfach ausgezeichnet, etwa mit einem Echo Klassik für »Timeless« 2010 und mit dem Rheingau Musik Preis 2012. Die lautten compagney ist regelmäßig zu Gast auf bedeutenden nationalen und internationalen Konzertpodien und Festivals, beispielswiese im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, bei den Händel-Festspielen in Halle, beim Rheingau Musik Festival, beim Mosel Musikfestival, beim Klassik-Festival Boswiler Sommer und beim Festival Oude Muziek in Utrecht. Zweimal jährlich laden Wolfgang Katschner und die lautten compagney zu »Aequinox« ein, den Musiktagen zur Tagundnachtgleiche im brandenburgischen Neuruppin.

lautten compagney BERLIN (c) Ida Zenna

Wolfgang Katschner

Von Haus aus Lautenist, gründete Wolfgang Katschner 1984 zusammen mit Hans-Werner Apel die lautten compagney als Herzstück seines vielfältigen Wirkens als Musiker, Organisator und Forscher in den Klangwelten des Barock. In den vergangenen Jahren trat Wolfgang Katschner auch als Gastdirigent an deutschen Opernhäusern erfolgreich hervor. Als musikalischer Leiter der Veranstaltungsreihe »Winter in Schwetzingen« von 2012 bis 2016 präsentierte er mit dem Theater und Orchester Heidelberg unter anderem die deutsche Erstaufführung von Tommaso Traettas Oper »Ifigenia en Táuride«. Verstärkt engagiert er sich in der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses, zuletzt als Gastprofessor bei den Weimarer Meisterkursen an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar. Katschners leidenschaftliches Engagement für eine lebendige Alte Musik wurde im Jahr 2000 mit dem Preis der Dresdner Musikfestspiele und 2004 mit dem Händel-Preis der Stadt Halle gewürdigt.

Wolfgang Katschner (c) Ida Zenna