Grußwort von Dr. Reiner Haseloff

Liebe Musikfreunde,

die Renaissance war eine Revolution. Sie veränderte Europa und die Welt. Den »Morgen der Welt« hat sie der Historiker Bernd Roeck genannt. Die Renaissance gilt als Zeitalter großer kultureller und technischer Errungenschaften. Vor allem die bildende Kunst und die Musik spiegeln die reiche künstlerische Vielfalt dieser glanzvollen Epoche wider.

Die Renaissance und unsere musikalische Gegenwart scheinen weit auseinanderzuliegen. Aber es gibt Verbindungslinien und Parallelen. Beides will das diesjährige Renaissance Musikfestival Wittenberg sichtbar und hörbar machen: Die weibliche Saite der Musik steht im Mittelpunkt, verkörpert durch so großartige Komponistinnen wie Barbara Strozzi und Clara Schumann. Die Teilnahme von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern der Alten Musik unterstreicht nachdrücklich die Anerkennung, die dieses Musikfest weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus genießt.

Längst ist die Lutherstadt Wittenberg zu einem Inbegriff frühneuzeitlicher Musikkultur und moderner Traditionspflege geworden. In Wittenberg klingt »Alte Musik« unerhört jung. Zudem entsteht durch die geschickte Einbeziehung städtebaulicher Ensembles in den Programmablauf des Festivals eine ganz besondere Atmosphäre.

Ich wünsche dem 14. Wittenberger Renaissance Musikfestival großen Zuspruch und breite überregionale Ausstrahlung. Alle Künstlerinnen, Künstler und Gäste heiße ich herzlich willkommen in der Lutherstadt Wittenberg.

Dr. Reiner Haseloff

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherr des Wittenberger Renaissance Musikfestivals

Dr. Reiner Haseloff (c) Andreas Lander