Sa, 28.10.2017 | 10-18 Uhr
 

Historischer Tanz III – Englische Country Dances und ihre französischen Schwestern | Jutta Voß

Den Schwerpunkt dieses Kurses bilden die Tänze für den Ballabend. Die Tanzbegeisterten werden in ein Kaleidoskop der schönsten Beiträge aus den Wittenberger Tanzbällen der vergangenen Jahre eingeführt und beschäftigen sich mit verschiedenen Tanzstilen von der Renaissance bis ins 18. Jahrhundert. Dabei handelt es sich vor allem um die geselligen Country Dances vom Typ »Longways«, also auf der Gasse entstandene und ausgeführte Bewegungsfolgen, die in Frankreich später unter der Bezeichnung »Contredanse« versammelt wurden.

Der Kurs richtet sich insbesondere an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Vorkenntnisse besitzen und bereits Fähigkeiten in der Ausführung von Figuren und Schritten erworben haben. Ebenso willkommen sind Neulinge, die neben der Ballvorbereitung auch an stilistischen und tanzhistorischen Fragen interessiert sind. Geboten werden Einblicke in die Entwicklung beliebter Gassentänze von der Renaissance bis zum Barock und somit ein Einstieg in die Welt des Barocktanzes mit ihren klangvollen Namen wie Menuett und Gavotte. 

Kosten: 35,00 €

Informationen zu Ablauf und Anmeldung hier

Biografie Jutta Voß

Nach Abschluss ihres Studiums war Jutta Voß über mehrere Jahre Tänzerin im Ensemble Historischer Tanz Berlin an der Universität der Künste unter Leitung von Prof. Karl Heinz Taubert, später wurde sie seine Assistentin. Seit 1989 unterrichtet Jutta Voß Historischen Tanz, nach dem Tod von Prof. Taubert 1990 wurde sie Leiterin des Ensemble Historischer Tanz Berlin und Lehrbeauftragte für Historischen Tanz an der Universität der Künste Berlin. Seit 1999 ist sie in dieser Funktion an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig tätig. Daneben versieht sie eine umfangreiche Lehr- und Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Hochschulen von Flensburg und Frankfurt über Graz bis Shanghai sowie an verschiedenen Aus- und Weiterbildungsinstituten.

Jutta Voß´ künstlerisches Spektrum schließt die Tanzforschung, die Rekonstruktion von Tänzen aus historischen Tanzschriften des 15. bis 19. Jahrhunderts ebenso ein wie Einstudierungen, Inszenierungen und Aufführungen mit dem Ensemble Historischer Tanz Berlin und anderen Tanzgruppen. Vielfach ist sie selbst als Tänzerin in Ensembles und mit solistischen Auftritten im In- und Ausland unterwegs. Mit Choreografien, Tanz- und Bewegungstrainings wirkt sie an Theatern, darunter die Staatlichen Bühnen und das Renaissance Theater in Berlin, das Theater Basel, die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz und die Shakespeare Company Berlin. Außerdem arbeitet Jutta Voß für Film und Fernsehen, unter anderem war sie an Produktionen wie »Gutshaus 1900« in der ARD, an »Heinrich VIII.« von Arte und zuletzt an »Pückler« und »Effi Briest« in der Regie von Hermine Huntgeburth und »Goethe!« mit Regisseur Philipp Stölzl beteiligt.

Choreografien im historischen Stil kreiert Jutta Voß für Tanzszenen in Opern, zu denen keine Originalchoreografien vorliegen, beispielsweise von Jean Philippe Rameau, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Philipp Telemann und Henry Purcell. Mit wissenschaftlichen und choreografischen Veröffentlichungen, Übersetzungen, Vorträgen und Vorlesungen zu verschiedenen Themengebieten des Höfischen und Historischen Tanzes machte sich Jutta Voß auch als Autorin und Referentin einen Namen.

 

Jutta Voss, Tanzmeisterin
Jutta Voß (c) privat