So, 29.10.2017 | 19 Uhr | Malsaal im Cranach-Hof

Di, 31.10.2017 | 15 & 17 Uhr | Katholische Kirche

Rolf Lislevand

Der norwegische Lautenist und Gitarrist Rolf Lislevand studierte zunächst klassische Gitarre an der staatlichen Musikhochschule in Oslo und setzte seine Studien der historischen Aufführungspraxis, der Laute, der fünfchörigen Barockgitarre und der Theorbe an der Schola Cantorum Basiliensis fort. Lislevand ließ sich in Verona nieder und gründete dort das Ensemble Kapsberger. Seine erste CD-Aufnahme mit Musik von Johann Hieronymus Kapsberger brachte ihm in Frankreich 1994 den »Diapason d'Or« und den »Choc du Monde de la Musique« ein. Als weitere Einspielungen folgten »Encuentro« mit Werken von Gaspar Sanz und Antonio de Santa Cruz, »Santiago De Murcia Codex« und »Alfabeto«. Rolf Lislevand arbeitet regelmäßig mit verschiedenen Ensembles für Alte Musik, darunter Jordi Savall und dessen Hespèrion XXI sowie Le Concert des Nations, zusammen. Dabei konnte er sich aus erster Hand Kenntnisse der französischen Literatur des 17. Jahrhunderts für Viola da Gamba aneignen. Die auf die Alte Musik Spaniens spezialisierte Sopranistin Montserrat Figueras brachte ihm die spanische Vokalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts näher.

Inzwischen gilt Rolf Lislevand als einer der bekanntesten Interpreten für spanische Renaissancemusik und Musik des ausgehenden Mittelalters, auch auf der Vihuela. Mit eigenen Formationen ist er ständiger Gast bei internationalen Festspielen, beispielsweise beim Edinburgh Festival, beim Festival Musica Antiqua Brügge, beim Barcelona Festival oder beim Festival Oude Muziek in Utrecht. Er gibt europaweit Meisterklassen und unterrichtet bei Sommerkursen. 1993 erhielt Rolf Lislevand einen Lehrauftrag für Laute und historische Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik Trossingen. Zu seinen dortigen Schülern gehörten mit Maria Ferré und Mirko Arnone zwei spätere Mitglieder des Kammermusikensembles L’Art du Bois

Rolf Lislevand (c) Thomas Ebert