Sa, 27.10.2018 | 10-18 Uhr

 

Historischer Tanz für Fortgeschrittene | Mareike Greb

Für interessierte Laien mit Tanzerfahrung und Fortgeschrittene im historischen Tanzen

 

Vormittags-Kurs: 16. Jahrhundert, keine Balltänze | 10 bis 13 Uhr
Nachmittags-Kurs: Balltänze | 14 bis 18 Uhr

Vormittags-Kurs

Im Mittelpunkt des ersten Workhop-Teils mit der Leipziger Tänzerin Mareike Greb steht der »Il Gratioso« aus Cesare Negris »Le Gratie d’amore«. Mit diesem 1602 erschienenen Traktat hinterließ der Mailänder Tanzmeister eine der bedeutendsten Quellen über den italienischen Gesellschaftstanz der Renaissance. »Il Gratioso« enthält reizvolle Figuren und ist überschaubar genug, ihn in der zur Verfügung stehenden Zeit zur ersten Reife zu bringen.

Empfohlen wird dieser Kurs tanzerfahrenen Teilnehmern aller Sparten. Freude wird er auch Fortgeschrittenen im historischen Tanzen bereiten, die sich gern einer Choreografie widmen, in der sich die Seele der Spätrenaissance spiegelt – unabhängig von den Gassentänzen des abendlichen Tanzballs beim Wittenberger Renaissance Musikfestival.

Nachmittags-Kurs

Dieser zweite Teil des Tanz-Workshops dient der Vorbereitung auf den historischen Tanzball am selben Abend – einer der jährlichen Höhepunkte beim Wittenberger Renaissance Musikfestival. Unter der kundigen Anleitung von Mareike Greb werden alle Balltänze getanzt, damit sie kurz darauf entspannt aufgeführt werden können.

Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die üblichen Figuren der Gassentänze und deren Prinzipien beherrschen. Nur an außergewöhnlichen Figuren soll ausführlicher gefeilt werden. Somit ist dieser Kurs für Fortgeschrittene im historischen Tanzen geeignet, die Freude daran haben, 16 Tänze in vier Stunden durchzugehen.

Die beiden Kursteile sind auch einzeln buchbar.

Kosten: 10-13 Uhr 15,00 €| 14-18 Uhr 20,00 €

Informationen zu Ablauf und Anmeldung hier

Biografie Mareike Greb

 

Mareike Greb ist Tänzerin, Musikerin und Schauspielerin. Sie lebt in Leipzig. Nach einer Ballettausbildung begann sie sich bereits mit 16 Jahren der historischen Tanzkunst und Aufführungspraxis zu widmen und lernte neben ihrer Mitgliedschaft im saarländischen Ensemble Tourdion (Saarland) bei Lieven Baert, Véronique Daniels, Markus Lehner, Barbara Sparti, Kaj Sylegard und Béatrice Massin und anderen.

Mareike Greb leitet mehrere Ensembles. Solistisch und in verschiedenen Besetzungen sowie als Leiterin von Tanzkursen ist sie national und international tätig. Sie wirkte unter anderem beim Leipziger Improvisationsfestival für Alte Musik LivFe! mit, beim Festival für Alte Musik Knechtsteden, bei den Tagen Alter Musik in Bamberg, beim Baroque Trust of New Zealand und beim Heinrich Schütz Musikfest in Weißenfels. Zudem war Greb für das Zentrum für Alte Musik Köln und das Händelhaus Halle tätig. Seit ihrem Studium der Theaterwissenschaften, Musikwissenschaften und Komparatistik an der Universität Leipzig beschäftigt sich Mareike Greb auch in wissenschaftlicher Hinsicht intensiv mit den Tänzen vom Mittelalters bis zum Barock, rekonstruiert sie aus historischen Quellen und verbindet Theorie und Praxis zu fundierten Bühnenkonzepten, in denen stets der Kontakt zum Publikum gesucht wird.

Mareike Greb, Tanzmeisterin
Mareike Greb (c) Frieder Krenzlin