Wandelkonzerte an historischen Orten der Lutherstadt

23. Oktober, 15 Uhr, Treffpunkt: Schlosskirche

Wittenberg mit offenen Augen und Ohren neu entdecken!

Einen Jubilar gilt es zu feiern: Vor etwas mehr als 400 Jahren, am 15. Februar 1621, starb Michael Praetorius. Geboren als jüngster Sohn des lutherischen Pfarrers Michael Schulteis, besuchte er zehn Jahre in Torgau die Lateinschule, wo die musikalische Tradition Johann Walters weiterlebte – ein Weggefährte Martin Luthers und der »Urkantor« der evangelischen Kirche.

Michael Praetorius war ein wirklich innovativer Komponist. In seinen Werken entwickelte er die barocke Kunst des solistischen Konzertierens und die Technik der venezianischen Mehrchörigkeit weiter und verband beides mit deutschen Klangbildern und Texten.

Bereits zum dritten Mal in der Geschichte des Wittenberger Renaissance Musikfestivals laden das Praetorius Consort Wittenberg und seine Gäste an einem beschaulichen Samstagnachmittag zum musikalischen Streifzug an die Originalschauplätze der Reformation ein.

Im Rahmen einer kurzen Eröffnungsmusik in der Schlosskirche erklingen Kompositionen von Praetorius und seinen Zeitgenossen. In Gruppen können Interessierte anschließend am musikalischen Stadtspaziergang teilnehmen.

Im Alten Rathaus, in der wiedererbauten Klosterkirche und im Zeughaus mit seinem berühmten opulenten Stadtmodell erklingen eindrucksvolle historische Instrumente, darunter Dudelsack, Dulzian und Krummhorn. Begleitet werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von erfahrenen Stadtführern – und vom Praetorius Consort Wittenberg, das an geschichtlich markanten Stationen der Lutherstadt ein Klangpanorama aus längst vergangenen Zeiten entstehen lässt.

Da die Kapazität begrenzt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu bestellen. Und ein wenig Zeit sollte man mitbringen: Zweieinhalb bis drei Stunden kann es schon dauern, wenn es gilt, das historische Wittenberg neu zu entdecken. Zumindest teilweise.

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