Workshops

Historische Holzblasinstrumente
Bernhard Stilz
Fr, 22.10.2021 | Di, 26.10.2021

Kurszeiten

Freitag 14 bis 18 Uhr

Sonnabend 10 bis 18 Uhr

Sonntag 10 bis 18 Uhr

Montag 10 bis 18 Uhr

Dienstag 10 bis 13 Uhr

 

Innerhalb von reinen und gemischten Consorts werden im Kurs von Bernhard Stilz vor allem Werke der Reformationszeit erarbeitet, unter anderem von Heinrich Isaac, Ernst Ludwig Senfl, Josquin Desprez und Michael Praetorius. Im Vordergrund steht die Freude am gemeinsamen Musizieren in der Vielfalt und Farbigkeit der verschiedenen Besetzungen und auf der Grundlage einer lebendigen, historisch informierten Interpretationspraxis. Daneben ist vor allem in den morgendlichen Einspiel- und Aufwärmübungen Platz für die Arbeit an grundlegenden Spieltechniken. Dazu zählen beispielsweise Ansatz, Atemtechnik, historische Artikulation und Intonation. Auch instrumentenspezifische Anforderungen wie Rohrbau, Abstimmarbeiten und Pflege der Instrumente werden behandelt.

Ziel des Kurses ist nicht nur, die Musik der Renaissance besser kennenzulernen und zu verstehen, sondern auch den Umgang mit den dazugehörigen Instrumenten zu trainieren und zu optimieren. Aus organisatorischen Gründen sollten mit der Anmeldung bitte alle gewünschten Instrumente bekanntgegeben werden. Neben traditionellen historischen Holzblasinstrumenten wie Dulzian, Schalmei, Pommer, Krummhorn, Rankett und Gemshorn sind auch Zink und Posaune willkommen.

 

 

Blockflöte
Lucia Mense
Fr, 22.10.2021 | Di, 26.10.2021

Kurszeiten

Freitag 14 bis 18 Uhr

Sonnabend 10 bis 18 Uhr

Sonntag 10 bis 18 Uhr

Montag 10 bis 18 Uhr

Dienstag 10 bis 13 Uhr

 

»Hier kann nicht sein ein böser Mut, wo da singen Gesellen gut ... Dem Teufel sie sein Werk zerstört und verhindert viel böser Mörd.« Martin Luther verfasste diese Zeilen mit dem Titel »Frau Musika« für Johann Walthers Büchlein »Lob und Preis der löblichen Kunst Musica«, das 1538 in Wittenberg erschien. Und dies ist nicht das einzige Gedicht, das Luthers Leidenschaft und Hochachtung für die Musik bezeugt: Ebenso wie der Theologie maß er auch der Kunst höchste Bedeutung für das Seelenheil der Menschen zu. 

Ganz im Sinne des Reformators wird in diesem Ensemblekurs für Blockflöten-Consort Musik aus der Blütezeit der Renaissance erarbeitet. Eine besonders interessante Quelle stellen dabei die Sammlungen aus Wittenberg dar. Neben Ausflügen ins italienische und englische Repertoire der damaligen Zeit liegen vor allem Kompositionen von Ludwig Senfl, Pierre de la Rue, Josquin Desprez und Heinrich Isaac auf den Notenpulten.

Während des fünftägigen Kurses erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, in die Musik, ihre Aussage und Empfindungswelt einzutauchen. Der gemeinsame Austausch ist dabei nicht weniger wichtig als die Begeisterung für den ausgewogenen Klang eines Blockflötenensembles und die Raffinessen eines homogenen, variantenreichen Spiels. Willkommen sind alle Größen der Blockflötenfamilie. 

Voraussetzung für eine Kursteilnahme ist das Spiel auf mindestens drei Blockflötengrößen der Typen Sopran, Alt, Tenor und Bass sowie Großbass und Subbass. Die Instrumente sollten nach Möglichkeit mitgebracht werden. Renaissance-Flöten sind ausdrücklich willkommen!

 

 

 

 

Viola da Gamba – Consort
Holger Faust-Peters
Fr, 22.10.2021 | Di, 26.10.2021

Kurszeiten

Freitag 14 bis 18 Uhr

Sonnabend 10 bis 18 Uhr

Sonntag 10 bis 18 Uhr

Montag 10 bis 18 Uhr

Dienstag 10 bis 13 Uhr

 

Im Consortspiel erarbeiten die Teilnehmer dieses Kurses Werke unterschiedlicher Komponisten. Workshopleiter Holger Faust-Peters legt dabei besonderen Wert auf die Analyse musikalischer Strukturen und die Entwicklung eines gemeinsamen Klangs. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Musik der Renaissance in all ihren Facetten. Die Sammlungen aus Wittenberg spielen dabei eine große Rolle. Wie in jedem Jahr wird eines der im Rahmen des Kurses zu erarbeitenden Stücke anhand der Originalnotation einstudiert. Grundkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich.

Dem Dozenten Holger Faust-Peters liegt eine entspannte Kursatmosphäre am Herzen, in der sich die Freude an der Musik und am Zusammenspiel vermittelt. An insgesamt fünf Tagen ist ausreichend Zeit eingeplant, um sich der Musik zu nähern und sie so umfassend wie möglich zu verstehen.

Historischer Tanz I – Anfänger
Mark Frenzel
Sa, 23.10.2021 | 10:00 Uhr

Dieser Kurs ist auf das tänzerische Repertoire des abendlichen historischen Tanzballes ausgerichtet. Der Unterricht ist so angelegt, dass er auch für im historischen Tanz Ungeübte geeignet ist. Erarbeitet werden überwiegend Gassentänze für beliebig viele Paare sowie Tänze für wenige Paare aus dem Tanzbuch »The English Dancing Master« des Verlegers John Playford, das im englischen Frühbarock sehr populär war. Wer solche Tänze noch nicht oft getanzt hat und mit den Mustern und Figuren wenig vertraut ist, sollte diesen Kurs belegen, um am Abend oft und entspannt mittanzen zu können. Beim Tanzkurs sollten leichte Schuhe und bequeme Kleidung getragen werden. Versierten Tänzerinnen und Tänzern, die sich eingehender mit der Theorie und der Praxis des Renaissancetanzes beschäftigen möchten, sei der Kurs »Historischer Tanz für Fortgeschrittene« mit Mareike Greb empfohlen. Der Kurs erstreckt sich über einen ganzen Tag. Jeder kann, muss aber nicht alle Tänze in Kurs und Ball mittanzen. Abends beim Ball werden alle Tänze noch einmal kurz vorgeführt.

Ab Anfang Oktober 2021 ist auf der Webseite des Wittenberger Renaissance Musikfestivals die Liste der für den Ball vorgesehenen Tänze zu finden. Auf www.schlossdantz.net sind dann unter »Choreografien« die Tanzbeschreibungen abrufbar.

 

Historischer Tanz II – Fortgeschrittene
Mareike Greb
Sa, 23.10.2021 | 10:00 Uhr

400 Jahre Michael Praetorius – im Jubiläumsjahr soll es auch im Fortgeschrittenenkurs um die Tänze gehen, zu denen er Musik komponierte! In seiner Sammlung »Terpsichore« von 1612 setzte Praetorius Tanzstücke mehrstimmig aus, die er beispielsweise vom französischen Tanzmeister seines Dienstherrn Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel erhalten und als »Allerley Frantzösische Däntze zu vier Stimmen« bezeichnet hatte. Tanzbeschreibungen enthält die Sammlung zwar nicht, aber die Stücktitel, ja selbst ihre Einteilung und Reihenfolge erlauben einen unmittelbaren Rückschluss auf die Tänze, die ein anonymer Autor um 1610 im Manuskript »Instruction pour dancer« beschrieben hatte. Diese Tanzquelle wurde erst im Jahr 2000 in Darmstadt wiederentdeckt, allerdings fehlen darin jegliche Noten. Was also läge näher, als Tänze und Noten wiederzuvereinen? Handelt es sich doch um das sonst leider oft nicht vorhandene Verbindungsstück zwischen Renaissance- und Barocktanz – und zudem um ein lebendiges Bild des deutschen Frühbarocks. Die Tanzbeschreibungen weisen eine große Vielfalt im Schrittmaterial auf, die Schrittkombinationen sind mannigfaltig, die Variationen kunstvoll. Auch die Verwendung von Figuren zeichnet ein ganz neues Bild des Tanzes zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

Vormittagskurs: frühes 17. Jahrhundert, keine Balltänze | 10 bis 13 Uhr

Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmerinnen und  Teilnehmer die üblichen Figuren der Gassentänze und deren Prinzip beherrschen. Nur an außergewöhnlichen Figuren soll ausführlicher gefeilt werden. Dieser Kurs ist besonders für Fortgeschrittene im historischen Tanzen geeignet, die Freude daran haben, 16 Tänze in vier Stunden durchzugehen.

Nachmittagskurs: Balltänze | 14 bis 18 Uhr

Dieser Teil des Tanz-Workshops dient der Vorbereitung auf den historischen Tanzball am Abend – einer der jährlichen Höhepunkte beim Wittenberger Renaissance Musikfestival. Unter der kundigen Anleitung von Mareike Greb werden alle Balltänze getanzt, damit sie kurz darauf entspannt ausgeführt werden können.

Beide Kursteile sind auch einzeln buchbar.

Renaissancelaute
Thomas C. Boysen
Sa, 23.10.2021 | So, 24.10.2021
jeweils von 10:00 bis 18:00

Ein Lautenist, der auf den Konzertbühnen der Welt ebenso gern gesehen ist wie im Kursgeschehen! Zum ersten Mal bietet das Wittenberger Renaissance Musikfestival einen Workshop mit dem norwegischen Musiker Thomas C. Boysen an. Der zweitägige Kurs richtet sich an gegenwärtige und künftige Studierende ebenso wie an fortgeschrittene Amateure und Profis. Auch Gitarristen sind willkommen. Es können Solowerke gearbeitet werden, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmernaktuell studiert werden, aber auch die Arbeit am Basso continuo auf Laute und Theorbe ist möglich.

Gesang
Emma Kirkby
Mo, 25.10.2021 | Di, 26.10.2021
jeweils von 10:00 bis 18:00

Die englische Sopranistin Emma Kirkby ist eine Pionierin für die historische Aufführungspraxis der Alten Musik. Ihre Interpretationen der Madrigale von John Dowland und Claudio Monteverdi gelten längst als Referenzaufnahmen. Als weltweit gefragte Interpretin arbeitet sie regelmäßig mit führenden Barock-Ensembles zusammen; ihre Diskografie umfasst mehr als 100 Platten- und CD-Aufnahmen. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin konnte bereits 1997 den Händel-Preis der Stadt Halle entgegennehmen. Umso größer die Freude, Emma Kirkby erstmalig als Dozentin für das Workshop-Portfolio des Wittenberger Renaissance Musikfestivals gewonnen zu haben! An zwei aufeinanderfolgenden Tagen erarbeitet sie mit den Teilnehmenden ihres Kurses englisches, italienisches, französisches und deutsches Repertoire des Barock und des Frühbarock. Wer sich den letzten Schliff für Werkinterpretationen englischer Meister wie John Dowland, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel holen möchte, ist in diesem Workshop besonders gut aufgehoben. Bei der Anmeldung ist bitte anzugeben, ob eine Instrumentalbegleitung benötigt oder eine Begleiterin bzw. ein Begleiter mitgebracht wird.

Viola da Gamba – Solo
Paolo Pandolfo
Di, 26.10.2021 | Mi, 27.10.2021
jeweils von 10:00 bis 18:00

Die beiden Workshoptage mit dem renommierten Gambisten sind zur Gänze dem Solorepertoire für Gambe gewidmet. In Anwesenheit aller anderen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer gibt Paolo Pandolfo jeder Schülerin und jedem Schüler Einzelunterricht. Außerdem steht Gruppenarbeit auf dem Kursprogramm, die sich mit dem Gambenspiel in Bezug auf die Beziehungsthematik zwischen Körper, Geist und Instrument beschäftigt. Je nach Niveau der Teilnehmenden kann auch an einfachen Improvisationstechniken auf der Basis von Renaissancegrounds gefeilt werden. Bei der Anmeldung gibt es keine Niveaubeschränkung, da Pandolfo mit allen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten an Stil, Technik und Ausdruck arbeitet. Der Kurs ist somit für alle Interessierten offen, unabhängig von ihren musikalischen und instrumentalen Fertigkeiten.

Harfe
Johanna Seitz
Sa, 30.10.2021 | So, 31.10.2021
jeweils von 10:00 bis 18:00

Dieser Instrumentalkurs ist offen für alle Harfenspielerinnen und -spieler – ob Profis, Studierende, Laien oder Anfänger! Willkommen ist jeder, der sich für historische Harfen begeistert und an der Musik der Renaissance und des Barock erfreut. Hinsichtlich des Harfentyps gibt es keinerlei Einschränkungen. Neben dem Ensemblespiel – dazu gehören Musizieren im Consort, Basso-continuo-Spiel und die Praxis der Verzierungen sowie Improvisation über ostinate Bässe – kann im Einzelunterricht auf spezielle Fragen oder vorbereitetes Repertoire eingegangen werden. Bei Interesse werden die zahlreichen und vielfältigen Formen der historischen Harfen vorgestellt, die den Teilnehmenden auch zum Ausprobieren zu Verfügung stehen. Ein Schwerpunkt des Kursgeschehens liegt anlässlich des 400. Todestages von Michael Praetorius auf seinem Werk und seinem musikalischen Umfeld.

Hackbrett
Elisabeth Seitz
Sa, 30.10.2021 | So, 31.10.2021
jeweils von 10:00 bis 18:00

Ein »Lumpeninstrument« nannte der Sänger, Komponist und Musiktheoretiker Sebastian Virdung um 1500 das Hackbrett und zählte es zu den »Fastnachtsinstrumenten«. Ob diese Einschätzung wirklich zutrifft? Dieser und weiteren Fragen rund um das Instrument mit den vielen Namen – das Hackbrett wird auch Psalter, Salterio, Cymbal, Tympanon, Kanun, Santur oder Dulcimer genannt – gehen die Teilnehmenden dieses Kurses nach. Wer ein solches »Lumpeninstrument« auf seinem Dachboden entdeckt hat, wer Tipps zum Stimmen und zur Spieltechnik wünscht oder verschiedene Instrumententypen aus der Nähe betrachten und ausprobieren möchte, ist in diesem Workshop bestens aufgehoben. Ebenso willkommen sind Fortgeschrittene und Profis, die an mitgebrachten Stücken feilen und die reichlich vorhandene Literatur kennenlernen wollen. Je nach Qualifikation und Bedürfnissen der Teilnehmenden wird passend zum Festivalthema auch gemeinsam arrangiert und im Ensemble gearbeitet.

nach oben