Praetorius Consort Wittenberg
Preisverleihung 1. Gestaltungswettbewerb
Eröffnungskonzert der lautten compagney BERLIN
Chorkonzert 2024
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Wittenberger Hofkapelle

21. Wittenberger Renaissance Musikfestival vom 18. bis 27. September 2026

»Renaissance küsst Tango«

Historische Klänge in zeitgemäßen Gewändern: Von John Dowland bis zum modernen Gesellschaftstanz

Auch das 21. Wittenberger Renaissance Musikfestival baut musikalische Brücken zwischen gestern und heute

Vom 18. bis 27. September 2026 lädt die Lutherstadt unter dem Motto »Renaissance küsst Tango« zu einer spannenden Begegnung zweier Musikkulturen ein: Historische Instrumente treten in den Dialog mit den leidenschaftlichen Klängen des Tangos, Tanzabende spannen den Bogen von Wittenberg bis nach Buenos Aires, in Workshops lässt sich Neues auszuprobieren und Altes neu entdecken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Werk von John Dowland, dessen 400. Todestag 2026 begangen wird.

Dowland gehört zu den wenigen alten Meistern, dessen Musik den Menschen heute noch geläu­fig ist – nicht zuletzt dank Sting: Der britische Sänger feierte 2006 mit seinem Dowland-Album »Songs from the Labyrinth« einen Welterfolg, man denke nur an den Hit »Come Again». Mit Dowland gelangte um 1600 das elisabethanische Lautenlied in England zur Blüte. Nach seinem 450. Geburtstag im Jahr 2013 feiert die Musikwelt 2026 im großen Stil den 400. Todestag des englischen Komponisten.

Derweil hat das argentinischste aller Musikinstrumente seine Wurzeln im Vogtland: Das Bandoneon geht auf ein dem Akkordeon verwandtes Instrument zurück, das in Sachsen entwickelt wurde und bis zum Ende der großen Auswandererwelle in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Tausenden nach Argentinien gelangte, wo es rasch zum Inbegriff des Tangos werden sollte. Anschließend kam der Tanz – inzwischen eng verbunden mit dem Bandoneon – nach Europa, wo er zunächst verboten wurde.

Zwei parallel stattfindende Tanzfeste

Im Festivalprogramm 2026 wird deutlich, wie nah sich die Lebens- und Empfindungswelten der Menschen zu allen Zeiten sind, wenn es darum geht, Gefühle in Musik und Bewegung auszudrücken: Von den Tänzen der Renaissance wie Follia, Passacaglia und Galliarde bis hin zu Milonga und Tango bestimmen Ausgelassenheit und Melancholie, Leidenschaft und Körperlichkeit den Charakter der Tänze – damals wie heute und überall auf der Welt. Der Tango-Schwerpunkt wird auch beim traditionellen Tanzball im Historischen Rathaus aufgegriffen, der sich 2026 mit gleich zwei parallel stattfindenden Tanzfesten beim Publikum empfiehlt: Zum beliebten Programm mit zwei Tanzmeistern und der Gruppe The Playfords gesellt sich ein weiterer Tanzboden im Bürgermeisterzimmer mit Tango-Musik und kompetenter Anleitung für Tanzende. Die benachbarte Bürgerhalle dient derweil als Treffpunkt der Tanzbegeisterten und als Pausenfoyer – und wer möchte, wechselt einfach von einem Ball zum anderen!

Das musikalische Programm umfasst wieder rund zehn Veranstaltungen: Eröffnet wird die 21. Festivalsaison von der renommierten lautten compagney BERLIN. Sie tritt als Bindeglied zwischen beiden Festivalschwerpunkten auf und präsentiert ihre vielbeachtete Produktion »Misterioso«, die den Bogen schlägt von Ignaz Franz Bibers hochvirtuosen musikalischen Bildern der »heiligen Mysterien« des Rosenkranzes bis hin zu Astor Piazolla – und damit von einem der großen Violinmeister des 17. Jahrhunderts ins Tango-Universum Lateinamerikas.

Der aus Israel stammende Lautenist Orí Harmelin widmet seinen Festivalbeitrag dem Jubilar John Dowland: Dessen Virtuosität auf der Laute inspirierte den Musiker zu einem vielschichtigen Programm, das instrumentale Musikformen des 16. Jahrhunderts ebenso einschließt wie Instrumentalversionen von Madrigalen, die zu den beliebtesten Genres des Renaissance-Gesangs gehörten. Das aus Bremen stammende Ensemble La Ninfea gehört zu den originellsten deutschen Formationen für Alte Musik und verspricht einen Konzertabend mit brillanten und virtuosen Instrumentalversionen von Musik der Renaissance an der Schwelle zum Barockzeitalter. Für Abwechslung sorgt der Auftritt des duo finesco, das unter dem Motto »Passion & Pracht« die Grenzen von Zeit und Stil überschreitet. Und die britische Sopranistin Emma Kirkby und Bassbariton Florian Franke gestalten ein Konzertprogramm mit den Teilnehmenden ihres Kurses, das nicht nur den Mitwirkenden, sondern auch dem Publikum in Erinnerung bleiben wird. Natürlich sind auch 2026 die gastgebende Wittenberger Hofkapelle und ihr Jugendensemble, das Praetorius Consort Wittenberg, wieder dabei. Die Hofkapelle widmet ihren Festivalbeitrag Astor Piazzollas »Libertango«, einer der populärsten Kompositionen des argentinischen Tango-Komponisten.

Workshops, drittes Chorfest »Wittenberg singt« und musikalischer Stadtspaziergang

Höhepunkte des Rahmenprogramms sind der beliebte Musikalische Stadtspaziergang und das dritte Chorfest »Wittenberg singt«. Erweitert wird das Chortreffen in diesem Jahr um einen Abend mit Darbietungen der Nachwuchsensembles, an dem es heißt: »Jugend überrascht!« Damit wird das Festival der enormen Nachfrage in den beiden Vorjahren gerecht. Schon lange im Voraus hatten sich für die dritte Ausgabe des Chorfests so viele Teilnehmenden gemeldet, dass die Schlosskirche nun ein ganzes Wochenende lang im Zeichen des gemeinsamen Singens steht. Am Samstag, 26. September, erfreuen Kinder und Jugendliche aus Wittenberg und ihre Gäste mit bunten Programmen und Gesangs- und Instrumentaldarbietungen, darunter Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Wittenberg, des Gymnasiums Leucorea, der Grundschule Bergwitz und das Praetorius Consort Wittenberg. Das mittlerweile etablierte Chorfest »Wittenberg singt« am Sonntag, 27. September, wird von der lautten compganey BERLIN wieder professionell begleitet.

Der Festivalschwerpunkt findet sich auch im umfangreichen Workshopangebot wieder – mit einem Tango-Workshop für Gitarre und einem Kurs, der in die Kunst des Tangotanzens einführt. Weitere Informationen, Kursdetails und Anmeldeformulare stehen hier auf der Website bereit. Jugendprojekte, die Instrumentenausstellung und der dritte Wittenberger Gestaltungswettbewerb lassen auch das 21. Wittenberger Renaissance Musikfestival zu einem lebendigen Forum für Musikvermittlung und kreative Begegnung werden, das auf spielerische Weise Tradition und Gegenwart verbindet – und überraschende musikalische Perspektiven eröffnet.

Karten für alle Veranstaltungen des 21. Wittenberger Renaissance Musikfestivals sind ab Mai 2026 erhältlich. Für weitere Informationen bitte hier klicken!

Pressemitteilung September 2025
Positive Bilanz beim 20. Wittenberger Renaissance Musikfestival
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Festivaleröffnung 2025 mit der lautten compagney BERLIN im Stadthaus


Chortreffen 2025 »Wittenberg singt« mit der lautten compagney BERLIN in der Schlosskirche


Konzert 2025 »Friedrichs Nachtleben« mit der Wittenberger Hofkapelle in der Klosterkirche


Preisträgerinnen und Preisträger des 2. Wittenberger Gestaltungswettbewerbs 2025


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