Gesang
Emma Kirkby
Mo, 23.09.2024 - Di, 24.09.2024

Die englische Sopranistin Emma Kirkby ist eine Pionierin für die historische Aufführungspraxis der Alten Musik. Ihre Interpretationen der Madrigale von John Dowland und Claudio Monteverdi gelten längst als Referenzaufnahmen. Als weltweit gefragte Interpretin arbeitet sie regelmäßig mit führenden Barock-Ensembles zusammen; ihre Diskografie umfasst mehr als 100 Platten- und CD-Aufnahmen. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin konnte bereits 1997 den Händel-Preis der Stadt Halle entgegennehmen. Umso größer die Freude, Emma Kirkby erneut als Dozentin für das Workshop-Portfolio des Wittenberger Renaissance Musikfestivals gewonnen zu haben! An zwei aufeinanderfolgenden Tagen erarbeitet sie mit den Teilnehmenden ihres Kurses englisches, italienisches, französisches und deutsches Repertoire des Barock und des Frühbarock. Wer sich den letzten Schliff für Werkinterpretationen englischer Meister wie John Dowland, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel holen möchte, ist in diesem Workshop besonders gut aufgehoben. Bei der Anmeldung ist bitte anzugeben, ob eine Instrumentalbegleitung benötigt oder eine Begleiterin bzw. ein Begleiter mitgebracht wird.

Korrepetition

Hildegard Saretz – Cembalo

Ulf Dressler – Laute

Kurszeiten

Montag 10 bis 18 Uhr

Dienstag 10 bis 18 Uhr

Leucorea
Collegienstraße 62
06886 Lutherstadt Wittenberg

Kursgebühr 210 Euro

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Emma Kirkby
Gesang

Ursprünglich wäre Emma Kirkby niemals auf die Idee gekommen, Sängerin zu werden: Sie hatte Philologie in Oxford studiert und war Lehrerin, daneben sang sie in kleinen Chören und Ensembles. Hier entdeckte sie ihre Affinität zum Repertoire der Renaissance und des Barock. 1971 trat sie dem Taverner Choir bei und begann ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Consort of Musicke und der Academy of Acient Music. Mit renommierten Kammermusikensembles und Orchestern verbindet Emma Kirkby eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit, darunter London Baroque, das Freiburger Barockorchester, L'Orfeo, The Orchestra of the Age of Enlightenment, Fretwork, das Purcell Quartet und die London Handel Players. Die Diskografie Emma Kirkbys umfasst mehr als 100 Einspielungen, die von Sequenzen von Hildegard von Bingen bis zu Madrigalen der englischen und der italienischen Renaissance, von barocken Kantaten und Oratorien bis zu Werken von Mozart und Haydn reichen. Seit 2000 arbeitet sie mit dem schwedischen Label BIS zusammen, bei dem sie etwa Motetten und Kantaten von Händel, Werke von Couperin mit London Baroque und Lautenlieder mit Anthony Rooley und Jakob Lindberg aufgenommen hat. 1999 wurde Emma Kirkby von den Zuhörern von Classic FM zum »Artist of the Year« gewählt, 2000 erhielt sie den »Order of the British Empire«. 2007 wurde sie von Queen Elisabeth II. in den Ritterstand (»Dame Commander of the Order of the British Empire«) erhoben. Im Jahr darauf wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Oxford University verliehen. In einer Kritikerumfrage des BBC Music Magazine 2007 wurde sie auf Platz 10 der 20 besten Soprane gewählt.

Hildegard Saretz
Cembalo | Korrepetition

Hildegard Saretz studierte Kirchenmusik an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle und anschließend Klavier und Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. Infolge ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Alter Musik absolvierte sie ab 1994 dort auch ein Zusatzstudium bei Nicholas Parle im Fach Cembalo. In Meisterkursen bei Jesper Christensen und Johann Sonnleitner vertiefte sie ihre Fähigkeiten in der Praxis des stilgetreuen Generalbassspiels. Hildegard Saretz arbeitet freischaffend mit Ensembles wie der Chursächsischen Capelle Leipzig, dem Chemnitzer Barockorchester und der Capella de la Torre zusammen. Mit der Cembalistin Michaela Hasselt übt sie eine rege Konzerttätigkeit als Leipziger CembaloDuo aus. Hildegard Saretz lebt seit 2020 in Berlin und leitet in der St.-Annen-Kirche für die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem die Reihe mit »Musikalischen Abendandachten«.

Ulf Dressler
Laute | Korrepetition

Nachdem er sein Staatsexamen für höheres Lehramt an der Universität Göttingen absolviert hatte, schloss Ulf Dressler sein Lautenstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg 1988 mit dem künstlerischen Diplom ab. Meisterkurse bei Jakob Lindberg, Hopkinson Smith und Konrad Junghänel vervollständigten seine Ausbildung. Seit 1980 arbeitet Dressler als freiberuflicher Lautenist und musiziert in mehreren Ensembles für Alte Musik. Engagements erhielt er auch für zahlreiche Opern- und Theaterproduktionen sowie Aufführungen von Passionswerken. Weil sein künstlerischer Schwerpunkt auf der Begleitung von Soloinstrumentalisten sowie Sängerinnen und Sängern liegt, reicht sein Instrumentarium von der arabischen Oud über die spanische Vihuela bis hin zur Erzlaute und zur Theorbe.

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