Viola da Gamba – Consort
Anke Böttger
Fr, 18.09.2026 - So, 20.09.2026

Unter Elisabeth I. entwickelte sich durch die Beschäftigung mit der Melancholie ein prägendes kulturelles Motiv. Die Königin selbst trug viel dazu bei. Ihr bewusst gepflegtes Bild als »Virgin Queen«, ihre Entscheidung, unverheiratet zu bleiben, und die damit verbundene politische Unsicherheit schufen eine Atmosphäre von Sehnsucht, Distanz und emotionaler Spannung.

Diese Mischung aus höfischer Pracht und innerer Unruhe spiegelte sich in der Kunst wider. Dichter und Komponisten wie John Dowland, Anthony Holborne und Thomas Morley griffen die kultivierte Schwermut ihrer Zeit auf und schufen vielstimmige Fantasien, Pavanen und Madrigale. Sie stehen im Mittelpunkt des Kurses für Gambenconsort mit der in Berlin lebenden Cellistin und Gabistin Anke Böttger.

In diesem Workshop mit dem Titel »The Tears of the Muses – die Melancholie Englands um 1600« sind Spielerinnen und Spieler aller Gambengrößen willkommen. Musiziert wird einfach und doppelt besetzt, je nach Bedarf und Möglichkeiten der Teilnehmenden. Bassmodelle der Renaissance stehen am Anfang der Einheiten. Sie dienen dazu, technische und musikalische Grundlagen des Gambenconsortspiels zu beleuchten. 

Kurszeiten

Freitag 16 bis 18 Uhr

Sonnabend 10 bis 18 Uhr

Sonntag 10 bis 16 Uhr

Informationen zum Kursort folgen!

Kursgebühr 190 Euro

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Anke Böttger
Viola da Gamba

Anke Böttger, aus Berlin stammend, studierte Violoncello, Barockcello, Viola da Gamba und Instrumentalpädagogik in Leipzig, Hamburg, Köln und Berlin bei Siegfried Pank, Achim Weigel, Phoebe Carrai und Markus Möllenbeck. Ihr während des Cellostudiums gewachsenes Interesse an der Aufführungspraxis Alter Musik vertiefte sie in zahlreichen Kursen, etwa bei Wieland Kuijken, Anner Bylsma, Reinhard Goebel und Thomas Pietsch. Von 1996 bis 2003 musizierte Böttger in Goebels Ensemble Musica Antiqua Köln und wirkte an Rundfunk- und CD-Produktionen sowie an Konzertreisen nach Indien, Nepal, Pakistan, Grönland, Island, Skandinavien, Russland und ins Baltikum mit. An der Oper Hannover war sie als Continuospielerin in einem Monteverdi-Zyklus engagiert. Neben Verpflichtungen als Continuocellistin und Gambistin in Soloarien bei Passionen und Kantaten gestaltet sie Solo- und Kammermusikabende und gibt Interpretationskurse für Alte Musik.

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